HORADAM® AQUARELL
Das Flüssigvergießen von Aquarellfarben
Gelegentlich wird an Schmincke die Frage herangetragen, welches Verfahren zur Herstellung feinster Aquarellfarben optimal sei, schließlich gibt es verschiedene Herstellverfahren. Unter anderem gibt es das einfachere Pressverfahren, d.h. das Pressen von Farbsträngen, deren anschließendes Schneiden und Verpacken in Näpfchen. Ein anderes Verfahren ist das von Schmincke verwendete, einzigartige und traditionelle 4-fache Flüssiggießverfahren.

Die Aquarellfarben von Schmincke basieren auf alten, patentierten Familienrezepturen, die auf das Jahr 1892 zurückgehen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert werden.

Die Farben werden im ersten Arbeitsgang flüssig vergossen und kommen dann, je nach Farbton, für mehrere Wochen in einen Trockenraum. Anschließend erhalten sie den zweiten Guß, dem eine weitere mehrwöchige Trockenphase folgt. Dieses Verfahren wiederholen wir vier Mal; insgesamt dauert die Produktionszeit 3-5 Monate. Denn so überragend wie die Qualität der Farbe ist, so außergewöhnlich muß eben auch ihre Produktion sein. Daher produziert Schmincke im Flüssiggießverfahren.
Das Pressverfahren hingegen ist wesentlich einfacher und vor allem auch kostengünstiger. Das bedeutet für uns auch, auf den hohen Füllstoffanteil, der beim Pressen notwendig wird, zu verzichten. Aber schließlich sind wir im Hause Schmincke auch außergewöhnlicher Qualität verpflichtet. Ferner ist es uns wichtig, die Rezepturen einzig zum Besten des Künstlers zu entwickeln. Bei der Press-/ Schneidemethode sind die Rezepturen auf den Produktionsprozeß abgestimmt. Schmincke hingegen garantiert eine optimale Farbaufnahme aus dem Näpfchen sowie einen gleichmäßigen, kontrollierbaren Farbverlauf. Und das erfordert nun einmal eine aufwändige Herstellung wie die des Flüssiggießverfahren. Weiterhin kann beim Aquarellieren mit gepreßt abgepackten Näpfchen Wasser zwischen Farbe und Näpfchenwand gelangen. Dieses Wasser kann die Farbe immer wieder aufweichen - langfristig ist dies sicherlich nicht vorteilhaft. Bei der mehrfach flüssig vergossenen Aquarellfarbe von Schmincke ist dieses Problem von vornherein ausgeschlossen.


Schließlich wählen einige andere Hersteller unterschiedliche Rezepturen für ihre Näpfchen- bzw. Tubenfarbe. Dies erscheint uns wenig sinnvoll, da der Künstler die Möglichkeit haben muß, mit der Tubenfarbe auch seine Näpfchen auffüllen zu können. Unsere Aquarellfarben sind auch in dieser Hinsicht auf die Bedürfnisse des Anwenders zugeschnitten und haben sowohl im Näpfchen wie auch in der Tube die gleichen optimalen Rezepturen und eine Qualität, die auch den höchsten Ansprüchen gerecht wird.
