Die besten Maltechniken für Acryl

Acryl ist eine unglaublich vielseitige Farbe und kann mit den unterschiedlichsten Maltechniken verarbeitet werden.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Maltechniken vor, die sich für die Acrylmalerei besonders gut eignen:

Alla-Prima-Technik (Primamalerei)

In der Alla-Prima-Technik oder Primamalerei wird in einem Zug gemalt, ohne Einsatz von Schichten, Lasuren oder Korrekturen. Die Acrylfarben werden ausschließlich auf der Palette gemischt und dann spontan aufgetragen. Da Größen, Positionen und Formen ebenso wie Licht- und Schatteneffekte hierfür von Anfang an berücksichtigt werden müssen ist die Primamalerei eine eher anspruchsvolle Maltechnik. Sollte man sich im Vorfelde entsprechend Gedanken oder eine grobe Skizze machen.

Schichtenmalerei

Die Maltechnik der Schichtenmalerei zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere Farbschichten übereinander aufgetragen werden. Weil sie schnell trocknen, eignen sich Acrylfarben für diese Maltechnik besonders gut.

Lasurtechnik

Im Unterschied zur Schichtenmalerei werden die Farbschichten in der Lasurtechnik transparent oder halbtransparent gehalten. Hierzu werden die Acrylfarben in der Regel mit etwas Wasser verdünnt vermalt.

Nass-in-Nass-Technik

Diese Maltechnik arbeitet ebenfalls mit verschiedenen Schichten, malt die neue Schicht aber bereits in die noch nicht getrocknete Farbe der alten Schicht hinein. Sie stammt ursprünglich aus der Ölmalerei, wo sie von der langen Trocknungszeit der Ölfarben profitiert. Auch in Acryl lässt sie sich umsetzen, ein hilfreiches Malmittel sind dabei Trocknungsverzögerer, die dem Maler bei den vergleichsweise schnell trocknenden Acrylfarben mehr Zeit verschaffen.

Impasto

Die Impastotechnik arbeitet mit besonders dicken Farbaufträgen. Nutzt man für diese Maltechnik Acryl, werden die Farben meist mit einer Strukturpaste oder mit Gel- Malmitteln vermischt, durch die die Acrylfarben mehr Volumen erhalten. Typisch für die Impasto-Maltechnik sind die auch nach dem Trocknen deutlich erkennbaren Reliefstrukturen. Aufgrund der kurzen Trockenzeiten eignet sich Acryl auch für Impasto-Aufträge in mehreren Schichten, für die man in der Ölmalerei Wochen oder Monate benötigen würde.

Spachteltechnik

Mit dicken, pastosen Farbaufträgen arbeitet auch die Spachteltechnik. Dabei wird die Acrylfarbe (häufig gemischt mit Strukturpaste) mit Malmesser oder Spachtel auf den Malgrund aufgetragen. Da Acryl schnell trocknet und außerdem sehr dicke Farbschichten ermöglicht, eignet sich diese Farbtechnik hierfür wie keine andere. Wichtig für diese Maltechnik ist ein gut grundierter, fester Malgrund.

Collagieren

Aufgrund seiner guten Klebeeigenschaften eignet sich Acryl auch für die Technik des Collagierens besonders gut. Hierbei werden zum Beispiel Zeitungsausschnitte, Fotografien oder auch Alltagsgegenstände aufgeklebt und mit Maltechniken kombiniert. Sind die Collagematerialien leicht genug, lassen sie sich mit der Acrylfarbe selbst verkleben.

Airbrush

Bei den meisten gebrauchsfertigen Airbrushfarben handelt es sich um besonders fein pigmentierte, flüssige Farben auf Acrylbasis. Entsprechend ist es auch möglich, festere Acrylfarben mit Wasser oder entsprechenden Malmitteln so weit zu verdünnen, dass sie mit einer Spritzpistole aufgetragen werden können. Beim Airbrushen wird mittels Luftdruck ein fein dosierbarer Farbnebel auf den Malgrund gesprüht. Wenn Sie das Airbrushen einmal ausprobieren möchten empfiehlt es sich einen speziellen Airbrush-Kurs für Einsteiger zu besuchen. Hier lernt man neben der Technik auch die nötigen Sprühpistolen kennen.

Flüssige Airbrushfarben eignen sich, da sie auf Acrylbasis sind, außerdem hervorragend für die Acrylmalerei und werden auch im Handlettering verwendet.

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