Malen mit Aquarellfarben: 5 Antworten auf Einsteigerfragen

Das Malen mit Aquarellfarben ist eine der beliebtesten Maltechniken. Schon große Künstler wie Albrecht Dürer, Emil Nolde oder August Macke haben bemerkenswerte Aquarellbilder geschaffen, die uns bis heute faszinieren.

Aquarellfarben gehören zur Familie der Wasserfarben. Anders als die klassischen Wasserfarben, die wir alle noch aus dem Schulunterricht kennen, sind Aquarellfarben jedoch leichter und oft weniger deckend.

Für wen eignet sich das Malen mit Aquarellfarben?

Das Malen mit Aquarellfarben gilt als anspruchsvolle Maltechnik, die durch ihre große Vielseitigkeit auch erfahrene Maler immer wieder fasziniert. Auch Anfänger können jedoch beim Malen mit Aquarellfarben schnell zu Erfolgserlebnissen kommen.

Aquarellfarben trocknen sehr schnell. Das hat den Vorteil, dass man schnell ein fertiges Bild in der Hand halten kann. Allerdings bedeutet das auch, dass nachträgliche Änderungen nur schwierig umsetzbar sind.

Welches Material brauche ich zum Malen mit Aquarellfarben?

Erstens: Das richtige Papier. Am besten für die Aquarellmalerei geeignet sind spezielle Aquarell-Papiere, die es in unterschiedlichen Größen, Gewichten und Oberflächen zu kaufen gibt, einzeln oder als Malblock. Wer alternativ lieber Malpappen oder auch Leinwände verwenden möchte, kann dies auch tun - dafür braucht es dann allerdings vorab eine entsprechende Aquarell-Grundierung. 

> Mehr über das Malen mit Aquarellfarbe auf Leinwand

Zweitens: Die richtigen Pinsel. Zum Auftragen der Aquarellfarben eignen sich spezielle Aquarellpinsel, z.B. sogenannte Rotmarder-Pinsel mit natürlichen Tierhaaren. Sie nehmen besonders viel Wasser und Farbe auf und geben beides gut wieder ab. Außerdem sind sie sehr formstabil. Inzwischen gibt es aber auch hochwertige Synthetik-Pinsel, die für die Aquarellmalerei genutzt werden können. Aquarellpinsel sind mit den unterschiedlichsten Pinselspitzen erhältlich: Spitz-/Rundpinsel, Flachpinsel, Verwaschpinsel, Fächerpinsel, Schlepperpinsel, Schablonierpinsel usw.

Und drittens natürlich: Die richtigen Farben, die von Anfang an hochwertig sein sollten.

Wie mischt man Aquarellfarben?

Von den richtigen Farben braucht man zumindest zum Einstieg gar nicht so viele. Denn einer der großen Vorteile an Aquarellfarben ist, dass sie sich wunderbar mischen lassen. Da es beim Malen mit Aquarellfarben häufig recht schnell gehen muss, bietet es sich allerdings an, zumindest eine 12er-Grundausstattung zu nutzen.

Um ein Gefühl für das Mischverhalten zu bekommen, ist es hilfreich, vorab ein wenig zu üben und sich mit dem Farbkreis und dem Konzept der Komplementärfarben auseinanderzusetzen. Der Farbauftrag erfolgt vorzugsweise von hell nach dunkel, da sich zu dunkel geratene Farbtöne nur schwer wieder aufhellen lassen.

Mehr zur Wahl der richtigen Farben und ihrem Zusammenspiel im Farbkreis

Übrigens: Um strahlende Farben mit viel Leuchtkraft zu behalten, empfiehlt es sich, nie mehr als drei Farben miteinander zu mischen.

Wie malt man mit Aquarellfarben?

Ein entscheidender Unterschied beim Malen mit Aquarellfarben im Vergleich zu anderen Maltechniken ist häufig das Fehlen von Weiß. Weiße Flächen in Aquarellbildern entstehen durch Nicht-Malen (sogenannte Negativtechnik). Für Kenner anderer Maltechniken erfordert dies ein wenig Umdenken.

Da Aquarellfarben weniger decken, malt man am besten genauso wie man sie mischt: von hell nach dunkel. Aufgrund der kurzen Trockenzeit kann man gut mit mehreren Schichten arbeiten - wichtig ist es dabei, dass man die neuen Schichten zügig aufträgt, damit die darunterliegenden Farbschichten nicht wieder angelöst werden.

Weitere Tipps zum Malen mit Aquarellfarben finden Sie in unseren Aquarell-Tutorials.

Wie schütze ich meine Aquarellbilder?

Aquarellfarben sind wasseranlösbar und bleiben dies - auch wenn sie bereits getrocknet sind. Deshalb sollten Aquarellbilder immer geschützt gelagert, hinter Glas gerahmt und gegebenenfalls auch fixiert werden.

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