Mit Aquarellfarbe auf Leinwand malen: Die Grundierung macht's

Der klassische Malgrund für die Aquarellmalerei ist spezielles Aquarellpapier. Glatte, raue und satinierte Aquarellpapiere sind besonders gut für die wasserbasierten Aquarellfarben geeignet. Doch man kann auch mit Aquarellfarbe auf Leinwand malen - mit der richtigen Grundierung.

Warum ist Grundieren so wichtig?

Leinwand hat eine andere Oberfläche als Aquarellpapier. Sie stößt die wasserbasierte Aquarellfarbe deshalb regelrecht ab, was zu unschönen Abperl-Effekten führt. Daher braucht man eine spezielle Grundierung, die die Aquarellfarbe auf der Leinwand haften lässt.

3 Schritte, um mit Aquarellfarbe auf Leinwand zu malen

  1. Entscheiden Sie sich für die richtige Grundierung. Schmincke beispielsweise bietet mit AQUA-Grund fein, AQUA-Grund grob und AQUA Grund transparent drei verschiedene Grundierungen für unterschiedliche Ergebnisse an.
  2. Tragen Sie mehrere Schichten Grundierung (mindestens drei) mit einem Pinsel (oder auch einer Rolle) auf die Leinwand auf. Bitte beachten Sie: Wenn Sie das Grundierungsmittel mit Wasser verdünnen, sind mehrere Schichten nötig.
  3. Lassen Sie jede Schicht immer erst vollständig trocknen, bevor Sie die nächste auftragen - oder bevor Sie mit dem Malen beginnen.

Farbige Grundierungen

Wer seinem Bild einen farbigen Hintergrund geben möchte, kann die Grundierung auch mit etwas Aquarellfarbe (oder alternativ auch Acrylfarbe) abtönen. Achten Sie dabei darauf, dass keinesfalls Grundierungsmittel in die Farbnäpfchen gelangt.

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