Mit Pastellmalerei Landschaften gestalten: 5 Tipps für Einsteiger

Häufig finden sich in der Pastellmalerei Landschaften als Motiv. Das hat seinen Grund.

Da Pastellfarben leicht verwischen, ist es nicht so einfach, damit Details und scharfe Konturen abzubilden. Die Pastellmalerei eignet sich aber besonders gut für Motive, die in ihrer Gesamtheit wirken. Für die Landschaftsmalerei ist die Maltechnik deshalb wie gemacht.

Hell auf dunkel: Leuchtende Deck-Effekte

Durch die deckende Wirkung von Pastellfarben lassen sich auch helle Farben auf dunkle Hintergründe auftragen. Dadurch leuchten sie besonders stark und haben eine sehr satte Farbwirkung. Dunkle Farben auf weißem Papier wirken dagegen manchmal sogar zu aufgesetzt.

Pastellfarben bilden eine deckende Farbschicht und lassen sich nicht transparent aufmalen. Trotzdem können durch verschwommene Bildpassagen auch luftig-leichte Effekte erzielt werden. Besonders gut lassen sich mit Pastellfarben Farbverläufe abbilden - dabei hilft die Technik des Verwischens.

Übergänge in Landschaften mit Pastellmalerei gestalten

Viele Landschaftsmotive zeichnen sich dadurch aus, dass sie zahlreiche sanfte Übergänge enthalten. Diese lassen sich mit Pastellfarben besonders gut gestalten.

Um zwei Farben fließend ineinander übergehen zu lassen, werden zunächst getrennte Farbflächen nebeneinander aufgemalt. Danach werden die Farben ineinander verrieben - je stärker der dabei ausgeübte Druck, desto mehr vermischen sich die Farben.

Zwei Techniken für Farbschattierungen

Um einen Farbverlauf mit verschiedenen Schattierungen einer Farbe zu gestalten, etwa um einen Himmel von Dunkelblau nach Hellblau immer heller werden zu lassen, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten:

  • Wer eine große Auswahl an Pastellfarben in verschiedenen Farbtönen hat, kann verschiedene Varianten einer Farbe nebeneinander auftragen und diese jeweils ineinander verreiben und so miteinander vermischen.
  • Selbst mit nur einem einzigen Blau lässt sich durch Einsatz von Weiß ein Farbverlauf gestalten: Auf die blaue Fläche etwas Weiß aufmalen und dies durch Verreiben mit dem Blau vermischen. Auch hier gilt: Je stärker der Druck, desto stärker vermischen sich die Farben. So lässt sich ein sanfter, fließender Übergang von einer Schattierung in die andere erzielen.

In der Pastellmalerei Landschaften strukturieren

In der Pastellmalerei empfiehlt es sich, von Anfang an eine konkrete Vorstellung von der Bildstruktur zu haben. Die Struktur einer Landschaft kann man mit dünnen, schwach aufgetragenen Linien in Pastellfarben vorzeichnen und grob skizzieren. Die Linien lassen sich danach wunderbar mit den eigentlichen Farben verreiben und verschwinden dabei nahezu ganz oder hinterlassen lediglich eine verschwommene Kontur.

Wer auf das Vorzeichnen verzichten möchte, kann auch direkt grobe Farbflächen für die unterschiedlichen Bereiche (zum Beispiel Himmel, Bäume und Wiese) auftragen und die Details dann später in den Übergängen sowie durch Vermischen und Übermalen gestalten.

Realistische Bilder in Pastellmalerei: Landschaften in Licht und Schatten

Besonders realistisch wirkt ein Bild dann, wenn es unseren Erwartungen an die Lichtverteilung entspricht. Licht und Schatten sind deshalb gerade in der Landschaftsmalerei ein zentraler Aspekt, mit dem sich eine starke Wirkung erzielen lässt.

Um etwa bei einem Sonnenuntergang von unten angestrahlte Wolken abzubilden, setzen Sie am unteren Rand der Wolken etwas hellere Streifen an und am oberen Rand dunkle. Verwenden Sie hierfür keine starken Kontrastfarben wie Weiß oder Schwarz, sondern verwandte Farbtöne (zum Beispiel bei orangenen Flächen gelb für die Sonnen- und rot/braun für die Schattenseite). Verreiben Sie die Schattenkonturen nur leicht, damit sie ihren abgesetzten Charakter behalten.

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