Pastoses Malen in Acryl: Spachteltechnik leicht gemacht

Wer mit Spachteltechnik arbeiten möchte, kommt um Acrylfarben kaum herum. Zum einen ermöglichen kurze Trockenzeiten ein schnelles Arbeiten auch bei mehreren Schichten. Zum anderen erlaubt keine andere Farbe auch dickere Farbschichten so problemlos wie Acryl - für Spachteltechnik ein schlagendes Argument.

Was genau ist Spachteltechnik?

Die Spachteltechnik arbeitet mit dickeren, pastosen Farbaufträgen. Statt mit dem klassischen Pinsel werden diese mit Malmesser oder Spachtel auf den Malgrund aufgetragen.

Der richtige Malgrund

Da mit deutlich mehr Farbe gearbeitet wird als bei anderen Maltechniken, ist ein gut grundierter, fester Malgrund für die Spachteltechnik unabdingbar. Besonders gut eignen sich Leinwände und Malpappen, bei Papier muss die Grammatur mindestens 450 g/m² betragen.

Die richtige Grundierung

Wenn Acrylfarbe trocknet, zieht sie sich zusammen. Dabei entstehen Adhäsionskräfte, die bei dicken Farbschichten besonders stark auf den Malgrund wirken.

Aus diesem Grund ist für die Spachteltechnik eine Grundierung in mehreren dünnen Schichten besonders wichtig. Auf einem sorgfältig grundierten Malgrund können die Acrylfarben sich in der Grundierung verankern und platzen nicht ab.

Strukturpasten und Gele für Acryl-Spachteltechnik

Um eine besonders hohe Pastosität und mehr Volumen zu erhalten, werden Acrylfarben für die Spachteltechnik auch gerne mit Strukturpasten oder Gelen vermischt. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Konsistenzen - von feiner Leichtstrukturpaste bis hin zu grober Modellierpaste. Effekt-Gele machen außerdem die unterschiedlichsten Spezialeffekte möglich, wie zum Beispiel Kristall-, Stein- oder Metallic-Effekte.

Die richtige Acrylfarbe für Spachteltechnik

Acrylfarben gibt es in verschiedenen Konsistenzen, die sich durch unterschiedliches Fließverhalten (Viskosität) auszeichnen: von dünnflüssiger bis hin zu stark pastoser Farbe, beispielsweise PRIMAcryl® und PRIMAcryl® Fluid.

Für die Spachteltechnik bieten sich besonders Farben mit hoher Viskosität (d. h. einer erhöhten Griffigkeit und Pastosität) an.

Die PRIMAcryl® Farben etwa haben ein geringes Fließverhalten und sind aufgrund ihrer Griffigkeit und angenehmen Vermalbarkeit ideal für alle Acryltechniken, darunter auch für das Anlegen von Strukturen, für pastose und texturreiche Darstellungen und nicht zuletzt für die Spachteltechnik.

Klicken Sie hier für die richtige Acrylfarbe für Spachteltechnik.

Das richtige Werkzeug für Spachteltechnik mit Acryl

Wenn Acrylfarben und die benötigten Hilfsmittel bereitstehen, fehlen noch die Spachtel. Hier ist die Auswahl groß - denn je nach gewünschtem Effekt lassen sich die unterschiedlichsten Arten von Spachteln einsetzen: etwa breite Malerspachtel (mit Holzgriff), Gummispachtel (mit Gummiblock statt Metallfläche) oder die einfacheren Japan-Spachtel (ohne Griff). Am häufigsten werden sogenannte Malmesser eingesetzt. Das sind schmalere Künstlerspachtel, mit denen sich detaillierter und genauer arbeiten lässt als mit den übrigen, meist breiteren Spachteln.

Spachtel gibt es außerdem mit sehr unterschiedlichen Kanten: gerade, gezahnt, gezackt oder gewellt.

Alternativ lassen sich im Übrigen aber auch die unterschiedlichsten anderen Alltagswerkzeuge zum Auftragen und Strukturieren von Acrylfarben verwenden. Wie wäre es zum Beispiel mit Gabeln oder Kämmen?

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