Der Künstler Dirk Schmitt über MUSSINI® feinste Künstler-Harz Ölfarben

Der Kölner Künstler Dirk Schmitt, ein Vertreter des zeitgenössischen Realismus, verrät uns, welche Töne er in der MUSSINI® feinsten Künstler-Harz-Ölfarbe ganz besonders schätzt. Die Auswahl aus den 108 einzigartigen brillanten und reinen Farben auf Basis der Rezepturen alter Meister fiel ihm sichtlich schwer, da er in seinen Gemälden eine Vielzahl von MUSSINI® - Farbtönen verwendet.

Dennoch hat auch er „Lieblingstöne“, die ihm durch ihre besonderen Eigenschaften und Farbwirkungen sehr ans Künstlerherz gewachsen sind:

  • Böhmische grüne Erde natur (10646)
  • Veroneser grüne Erde (10640)
  • Stil de grain brun (10662)
  • Atrament (10779)
  • Warmgrau 1 (10787)
  • Alizarin-Krapplack (10347)

Was ist, nach Meinung von Dirk Schmitt, so besonders an diesen Farbtönen?

 

 

Böhmische grüne Erde natur (10646)

„Diesen ins Bräunliche gehenden Grünton verwende ich sehr gerne, dünn-lasierend aufgetragen, als Imprimitur (vollflächige Untermalung) für meine Bilder. Er nimmt damit Einfluss auf die Wirkung der nachfolgend aufgetragenen Farben.Auch zum Vorzeichnen verwende ich die Grüne Erde sehr gerne. Perfekt geeignet ist dieser halblasierende Farbton auch zur Untermalung von Portraits. Warum? Die später verwendeten Hauttöne erscheinen weniger intensiv, werden komplementär abgemildert, so dass die Haut viel natürlicher erscheint.“

 

Veroneser grüne Erde (10640)

"Dieser kühle, erdgrüne Ton ist heute im Original nicht mehr verfügbar. Zum Glück kommt der MUSSINI®-Ton nahezu perfekt an das Original heran. Veronesergrüne Erde ist der klassische Farbton für die Landschaftsmalerei. Er ist coloristisch ideal für Mittelgründe in Landschaftsbildern und gleichzeitig perfekt zum Mischen sowohl wärmerer als auch kühlerer Grüntöne: Mit Lichtem Ocker oder Indischgelb erziele ich warme Töne, in Mischungen mit lasierenden Blautönen wird der Farbton ins Kühle verändert. In Lasuren ist er wunderbar mit Vandyckbraun oder Neutralschwarz abzutönen, um natürlich wirkende Schattenbereiche in der Landschaft zu erzeugen. Die Coloristik und die hohe Lasureigenschaft machen diesen Farbton für mich unverzichtbar.“

 

Stil de grain brun (10662)

„Dieser Farbton hat eine unglaubliche coloristische Bandbreite bereits in purer Verwendung. Dicht aufgetragen ist es ein kräftiger, warmer, dunkler Braunton (ähnlich dem Umbra gebrannt), in der Lasur hingegen geht er fast bis ins Gelbe,ähnlich einem gelben Ocker. Damit ist der Ton die ideale Untermalung für Farbverläufe sowohl in die dunkle Richtung, d.h. von Rot über Dunkelbraun bis Schwarz, als auch für Übergänge in warme, helle Töne, d.h. in Siena natur oder ockerfarbene Bereiche.“

 

 

Atrament (10779) und Warmgrau 1 (10787)

„Dieses halblasierende, relativ kühle, grünliche Grau ist aus der Landschaftsmalerei nicht wegzudenken, eignet es sich doch perfekt für Dunkelheiten und Schattenpartien. Atrament hat noch eine zweite besondere Eigenschaft:Wenn man es mit MUSSINI® Warmgrau 1 mischt (einem deckenden, hellen Grau), wird Atrament nicht nur deckender, sondern auch heller und ist damit ein perfekter Farbton für eine „Grisaille“- Malerei (siehe unteres Foto), bei der ein Gemälde nur in unterschiedlichen Graustufen entsteht. Man arbeitet also von der dunklen Lasur hin zur helleren, deckenden Malerei. Das nennt manauch „tonalen Bildaufbau“, ursprünglich ressourcenschonend eingesetzt in der Altarmalerei. Später kann eine solche „Grisaille“ dann zusätzlich lasierend coloriert werden, wobei die Bildanlage in den Hell- und Dunkelstufen bildbestimmend bleibt.“

 

Alizarin-Krapplack (10347)

„Dieser seit dem späten 19. Jahrhundert künstlich hergestellte MUSSINI® -Farbton entspricht als einziger dem dunkelroten Originalfarbton von einst. Er zeichnet sich durch seine unglaubliche Intensität und Brillanz aus und verfügt über allerbeste Lasureigenschaften. Pur verwendet, strahlt er in einem satten Dunkelrot, in Mischungen mit Indischgelb entstehen wunderbar warme, lasierende Orangetöne. Kombiniert man Alizarin-Krapplack mit Phthalogrün (die beiden Farben stehen nahezu komplementär zueinander), ist zudem mit ein wenig Übung ein unbuntes Neutralschwarz mischbar, mit dem man anschließend bunte Farbtöne gut abtönen kann.“

Dirk Schmitt 152